Zohre Escaped.
In Gottes Hand
Eine der journalistischen Grundregeln besagt, dass der Berufsstand neutral berichten soll. Objektivität funktioniert immer nur in begrenztem Umfang. Zum Beispiel die Frage, was die Syrer eigentlich angestellt haben, dass man ihnen in Europa größtenteils mit achselzuckender Gleichgültigkeit begegnet?
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat das syrische Drama als eine der größten humanitären Katastrophen der letzten Jahrzehnte klassifiziert. Unvorstellbare sieben Millionen Menschen sind auf der Flucht.
Es ist eine private Hilfsaktion, die den bislang größten Hilfskonvoi aus Europa in Richtung Nahost in Bewegung setzt. Die Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ transportiert elf Sattelzüge mit Hilfsmaterial nach Gaziantep.
Vor allem die Kinder leiden unter dem Krieg, der sie entwurzelt hat. Zum Spielen haben sie nur Kieselsteine und dürre Äste. Eigentlich wäre noch viel Hilfe aus dem reichen Teil Europas nötig.
(Dieser Text wurde für die Wochenendbeilage des Donau Kurier verfasst und am 19./20. Oktober 2013 veröffentlicht)